SDF-Projekt

SDF Projekt

DAS EUROPA PROJEKT

SDF-Sustainable Development of Floodplains –
Nachhaltige Entwicklung von Flussauen

So wie die Technik des Deichwesens stetig zu neuem Wissen gelangt, so verändert sich auch das Bewusstsein für den Hochwasserschutz. Gewiss haben die beiden großen Hochwasser der 90iger Jahre hier einen starken Einfluss genommen. Sicher ist eins – es wird nachhaltig am Hochwasserschutz gearbeitet.

Eines der zukunftweisenden Projekte in unserem Deichverband ist eine deutsch-niederländische Gemeinschaftsinitiative und trägt den Namen SDF .

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Ihr innovativer Ansatz liegt zunächst in der Ausweitung der Kenntnis und der Verantwortlichkeit von Hochwasser in ganz Europa. Dem Wasser einen neuen Raum geben, heißt die Devise und dieses Problem möchte das geeinte Europa gemeinschaftlich angehen. Eins der genannten Hauptziele ist die Durchführung von Hochwasserschutzmaßnahmen, die zu einer nachhaltigen und ausgewogenen Entwicklung in Nordwesteuropa führen soll. Gearbeitet wird großflächig und grenzübergreifend. Die 12 Pilotprojekte reichen von Baden-Württemberg bis zu den Niederlanden. Von insgesamt 32 Mio. EUR wird rund die Hälfte von der EU gefördert. Ein Teil dieses Geldes wird direkt vor unserer Haustür investiert – in das Polderprojekt Lohrwardt.

In einer der östlichen Rheinauen, in unmittelbarer Nähe der Stadt Rees und zur deutsch-niederländischen Grenze liegt das Verbandsgebiet des Deichverbandes Bislich-Landesgrenze. Zu diesem Gebiet gehört auch der Polder Lohrwardt in Rees-Haffen. Hier, auf einer Fläche von rund 270 Hektar Land wird seit dem 1. Januar 2003 gearbeitet. So wird u. a. ein Deich rückverlegt und ein Sommerpolder eingerichtet. Als Bestandteil dieses Polders sind im Rahmen des SDF-Projektes bis heute bereits das hierzu erforderliche Schöpfwerk Polder Lohrwardt sowie die Ein-, Durchlass- und Auslaufbauwerke fertig gestellt. Dabei wurden Mensch und Natur keineswegs vergessen. Im Zuge der Schaffung großer zusammenhängenden Rückhalteräumen und ökologische Brücken werden Bauwerke des Rheins an die Seen und den Reeser Altrhein angebunden. Dabei wird auf die Verbesserung der natürlichen Umgebung geachtet. Einheimische Bäume, Sträucher und Gräser werden angepflanzt und dank neuer Rad und Fußwege soll das Gebiet auch für den überregionalen Tourismus attraktiver gemacht werden. Hier wird für die sogenannte „Rheinschiene“ gezielt geworben.

Und noch eins ist bei dem SDF – Projekt einzigartig. Eine speziell eingerichtete Arbeitsgruppe „Kommunikation und Bürgerbeteiligung“ sorgt dafür, dass Bürger, Wissenschaft und Behörden besser über die transnationalen Zusammenhänge von Hochwasserschutzmaßnahmen und über die Bürgerbeteilung in Planungsprozessen informiert werden. Auf eine bemerkenswerte Art und Weise wurden Anwohner und lokal ansässige Unternehmen in die Planung und Realisierung des Projekts Lohrwardt einbezogen. Information und Kommunikation haben in diesem Fall nicht nur zu Kosteneinsparungen geführt und Ängste wie Vorbehalte beseitigt, sondern auch dafür gesorgt, dass man zügig planen und das Geplante schnell und erfolgreich umsetzten konnte.

Ein Umdenken hat statt gefunden und die Ergebnisse dienen unserer Zukunft und der unserer Nachfahren. Am 24. Sept. 2008 wurden die Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert.

Galerie zum SDF Final Event Polder Lohrwardt vom 24.09.2008

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